immer wenn
meine stirn zu zittrig wird
und die hände fiebrig kalt
immer wenn
das schweigen zu weit wird
und die ferne viel zu laut
immer wenn
die unruhe rasend anklopft
und das herz mich befällt
immer wenn
die zeit zu fordernd wird
und mein verstand stillstehend quält
immer wenn
das feld lautloser rufe flirrt
und sich wortlose signale sendend fangen
immer wenn
träume mir schlaf und atem rauben
und uralte bilder aus andren Welten vor mir ziehn
hauch ich mit
leisem atem
einen gedanken
wie eine zarte feder
durch raum und zeit
auf dass ein warmer luftzug
dich streift
beschützt
und sanft berührt
und die gänse tanzen lässt
fern
auf deiner haut
©Beate Oberlein